CDU AfD
Laut dem Politikwissenschaftler Benjamin Höhne sollte eine Zusammenarbeit von CDU und AfD nicht ausgeschlossen werden (Symbolbild) Foto: picture alliance
Christdemokraten

Politikwissenschaftler: CDU sollte Bündnis mit AfD nicht ausschließen

BERLIN. Der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne hat sich für eine Normalisierung des Verhältnisses der CDU zur AfD ausgesprochen. In anderen europäischen Ländern sei eine Zusammenarbeit von Konservativen und Rechtspopulisten „durchaus etwas Normales“, sagte er dem MDR. „Das war in Deutschland bisher eine Ausnahme. Da stellt sich schon die Frage, warum sollte Deutschland da auch in Zukunft eine Ausnahme sein?“

Höhne äußerte, sollte die AfD sich professionalisieren und in Richtung konservative Mitte orientieren, wäre eine Kooperation mit der Union nicht auszuschließen. Es habe bereits „verschiedenste Signale in diese Richtung“ gegeben.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten Thüringens sagte Höhne: „Wenn die Mehrheitsverhältnisse so vertrackt werden, dann wird der Druck auf die CDU sicherlich stärker werden, auch in diese Richtung neue Wege gehen zu müssen.“ Gerade in ihren ostdeutschen Verbänden seien die Sympathien für ein mögliches Zusammengehen mit der AfD stärker als im Westen. So hatte die rheinland-pfälzische CDU im vergangenen Oktober ihre Gemeinderätin Monika Schirdewahn wegen einer Fraktionsgemeinschaft mit ihrem Ehemann von der AfD aus der Partei ausgeschlossen. (ag)

Laut dem Politikwissenschaftler Benjamin Höhne sollte eine Zusammenarbeit von CDU und AfD nicht ausgeschlossen werden (Symbolbild) Foto: picture alliance

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