Fridays for Future Protest Against Siemens
Fridays-for-Future-Proteste gegen Siemens in München Foto: picture alliance/ZUMA Press
Nach Entscheidung für Kohlebergwerk

Fridays for Future ruft zu Protesten gegen Siemens auf

MÜNCHEN. Nach der Entscheidung von Siemens, an Lieferungen für ein Kohlebergwerk in Australien festzuhalten, hat Fridays for Future zu erneuten Protesten gegen das Unternehmen aufgerufen. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte zuvor betont, man werde sich an die vertraglichen Verpflichtungen zur Belieferung der Adani-Mine mit einer Zugsignalanlage halten.

Für „Fridays for Future“ eine Provokation. „Die heutige Entscheidung macht die Bestrebungen von Kaeser, den Siemens-Konzern zukunftsgerichtet wirken zu lassen, vollständig zunichte“, schrieb die Organisation auf ihrer Internetseite. In Zeiten der Klimakrise müßten „gerade auch Konzerne Wort einhalten und ihre Versprechen zum Klimaschutz einhalten“.

Spontandemos für Montag geplant

Dazu gehöre auch, „sich nicht am Bau eines Wahnsinns-Projekts zu beteiligen, das im Alleingang das weltweite 1,5-Grad-Ziel gefährdet“. Deswegen habe die Bewegung für den heutigen Montag zu Spontandemonstrationen in mehreren deutschen Städten gegen Siemens aufgerufen. Diese stehen unter dem Motto „#Stop Adani, Siemens – schür keine Feuer“.

Am Freitag hatte sich Siemens-Chef Kaeser mit Fridays-for-Future-Sprecherin Luisa Neubauer getroffen und ihr einen Sitz im Aufsichtsgremium der neuen Gesellschaft Siemens Energy angeboten. Neubauer hat dieses Angebot inzwischen abgelehnt. Auch sie hatte Siemens vor Wortbruch bei seinen Klimaschutzversprechungen gewarnt.

„Daß Siemens als Konzern, der öffentlich immer wieder bekundet, Klimaneutralität bis 2030 anzustreben und seiner Verantwortung in Zeiten der Klimakrise gerecht werden zu wollen, jetzt durch einen Auftrag ein Projekt stützt, das bis 2080 Kohle fördern wird, widerspricht dem in so vielen Dimensionen“, beklagte Neubauer. „Joe Kaeser macht einen unentschuldbaren Fehler“, stellte sie klar. (tb)

Fridays-for-Future-Proteste gegen Siemens in München Foto: picture alliance/ZUMA Press

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