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Pressekonferenz der FDP Baden-Württemberg
Die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Patrone mit Brief
 

FDP-Politikerin erhält Morddrohung von Linksextremisten

BERLIN. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny hat eine Morddrohung von mutmaßlichen Linksextremisten erhalten. In einem Schreiben, dem eine Patrone beigelegt war, heißt es: „Ihr wollt nicht handeln, also tun wir es! Das kleine beigefügte Weihnachtspräsent soll Euch als Warnung dienen, daß wir Euch und Euer schädliches Tun im Blick haben.“

Weiter steht dort: „Wenn Ihr weiterhin nichts tut, übernehmen wir keine Verantwortung für das, was geschehen mag.“ Die Urheber des Briefes bezeichnen sich als RAZ (Revolutionäre Aktionszellen) und MIEZE (militante Zelle).

Auch Hans-Peter Friedrich bekam Patrone zugeschickt

Skudelny hatte den Brief auf ihrer Facebook-Seite öffentlich gemacht. „Mich kann man nicht einschüchtern. Ich wehre mich“, gab sich die Politikerin dort kämpferisch. Sie werde das Land „niemals Personen überlassen, die mit Gewalt und Angst erreichen wollen, was ihre Argumente niemals schaffen würden“.

2011 hatten Linksextremisten dem damaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine Patrone vom Kaliber 8 mm zugesandt. Der Innenminister stehe als „herausragende Persönlichkeit“ für die „staatliche Repression“, begründeten die RAZ damals in einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben ihre Drohung. Auch der damalige stellvertretende Bundesanwalt Rainer Grießbaum sowie die Extremismusforscher Uwe Backes und Eckhard Jesse erhielten 2011 entsprechende Drohungen mit Patronen gleichen Kalibers. (tb)

 

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa
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