Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter AWO, Steffen Krollmann, räumt eine höhere Schadenssumme ein Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa
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Hessen

AWO-Skandal: Frankfurter Kreisverband räumt Schaden in Millionenhöhe ein

FRANKFURT/MAIN. Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat eingeräumt, durch überhöhte Personal- und Sachkosten einen Schaden von 6,3 Millionen Euro verursacht zu haben. „Wir sind nach wie vor davon überzeugt, daß wir die Stadt nicht vorsätzlich geschädigt haben“, betonte der AWO-Vorstandsvorsitzende Steffen Krollmann am Montag während einer Pressekonferenz laut FAZ. Es werde geprüft, den Schaden reguliert oder ersetzt zu bekommen.

Bislang war davon ausgegangen worden, daß der Wohlfahrtsverband durch sein Finanzverhalten 4,5 Millionen Euro Schaden versursacht habe. Dabei war es unter anderem um ungewöhnlich hohe Gehälter bei den Frankfurter und Wiesbadener Kreisverbänden der Organisation gegangen. Eine zentrale Rolle spielte in dem Zusammenhang die Familie Richter, die mehrere Führungspositionen der AWO in den beiden hessischen Städten inne hatte.

Die Vorgänge warfen auch ein Licht auf die Verbindungen der AWO zu SPD und Grünen. So soll der Grünen-Landtagsabgeordnete Taylan Burcu bei seiner Arbeit für den Verband gegen Transparenzregeln verstoßen haben. Für Schlagzeilen sorgte auch die Affäre um die Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD), Zübeyde Feldmann. Gegen sie wurden Vorwürfe laut, Geld für eine Scheinbeschäftigung bei der AWO erhalten zu haben. (ag)

Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter AWO, Steffen Krollmann, räumt eine höhere Schadenssumme ein Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa

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