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Die AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, Jörg Urban (links) und Andreas Kalbitz Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa
Insa

Umfrage: AfD in Brandenburg Kopf an Kopf mit SPD

POTSDAM/DRESDEN. Wenige Tage vor der Landtagswahl in Brandenburg hat die AfD weiterhin Chancen, stärkste Kraft zu werden. In einer aktuellen Insa-Umfrage kommt die Partei auf 21 Prozent und verbessert sich dabei um zwei Prozentpunkte gegenüber einer Erhebung aus dem Juli.

Ebenfalls 21 Prozent werden der SPD vorausgesagt, die in der ausgehenden Legislaturperiode in einer Koalition mit der Linkspartei regiert hat. Diese käme auf 15 Prozent (minus einen Prozentpunkt), was eine Fortsetzung der bisherigen Koalition ausschließt. Drittstärkste Kraft wäre die CDU mit 17 Prozent (minus drei Prozentpunkte).

Die Grünen kämen auf 14 Prozent (minus zwei Prozentpunkte) und die FDP auf fünf Prozentpunkte (minus einen Prozentpunkt). Erstmalig wären laut der Erhebung auch die „Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler“ im Landtag. Sie kommen demnach auf fünf Prozent, was einer Verbesserung von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Juli-Umfrage entspricht. Auf Basis dieser Zahlen wäre sowohl eine rot-rot-grüne Koalition als auch eine Regierung aus SPD, CDU und Grünen denkbar. Eine Koalition mit der AfD haben alle anderen Parteien mit Chancen auf den Landtagseinzug bereits ausgeschlossen.

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Kretschmer schließt Koalition mit Linkspartei aus

In Sachsen konnte die CDU ihren Vorsprung auf die AfD unterdessen ausbauen. Nach 28 Prozent Anfang August käme sie jetzt auf 29 Prozent. Die AfD bliebe unverändert bei 25 Prozent. Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichtshofs kann die Partei wegen eines Formfehlers allerdings nur mit einer auf 30 Kandidaten zusammengestrichenen Liste antreten.

Drittstärkste Kraft ist im Freistaat der Umfrage zufolge die Linkspartei mit 15 Prozent (minus einen Prozentpunkt), vor den Grünen mit 11 Prozent (minus einen Prozentpunkt) und der SPD mit unverändert acht Prozent. Die FDP würde mit fünf Prozent (unverändert) einziehen, während die Freien Wähler den Sprung in den Landtag mit vier Prozent verpassen würden.

Demnach steht dem Land eine schwierige Regierungsbildung bevor. Eine Mehrheit gäbe es nur für eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD. Anders als Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nicht nur eine Koalition mit der AfD, sondern auch mit der Linkspartei ausgeschlossen.

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(tb)

Die AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, Jörg Urban (links) und Andreas Kalbitz Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa

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