Hockey-Spieler (Symbolbild): Spenden an die AfD sorgen im Verein für Streit Foto: picture alliance/Norbert Schmidt
KHTC Blau-Weiß,

Spenden an die AfD: Sportverein trennt sich von Hauptsponsor

KÖLN. Weil sein Hauptsponsor in der Vergangenheit die AfD finanziell unterstützt hat, hat sich ein Kölner Sportverein von ihm getrennt. Laut dem Präsidenten des Kölner Hockey- und Tennisclub (KHTC) Blau-Weiß, Hans Baedeker, hätten sich vor allem Eltern von Hockey-spielenden Kindern darüber beklagt, daß der Geschäftsführer des Immobilien-Unternehmens WvM, Wolfgang von Moers, 2016 und 2017 einen fünfstelligen Betrag als Privatperson an die AfD gespendet habe.

Über diese Unterstützung habe es Meinungsverschiedenheiten im Sportverein gegeben. „Wir haben uns dann gefragt, ob es sich lohnt, den Club-Frieden in Frage zu stellen“, sagte Baedeker der Kölnischen Rundschau. Die Antwort habe gelautet: Nein.

Sponsor: „Reisende soll man nicht aufhalten“

Der Vertrag mit WvM war dem Bericht nach erst im Januar geschlossen worden, sollte eigentlich über drei Jahre gehen und eine mittlere fünfstellige Fördersumme beinhalten. Auf diese verzichtet der KHTC Blau–Weiß aber nun.

In einem offenen Brief an den Verein bedauerte Unternehmenschef von Moers die Entscheidung, akzeptierte sie aber. Man nehme es zur Kenntnis, daß der Sponsorvertrag auf Druck besorgter Eltern gekündigt worden sei. „Reisende soll man nicht aufhalten“, schrieb von Moers. Er wünsche dem Verein viel Erfolg für die Zukunft. Sowohl auf dem Sportplatz als auch am Verhandlungstisch bei der Suche nach neuen Sponsoren. (krk)

Hockey-Spieler (Symbolbild): Spenden an die AfD sorgen im Verein für Streit Foto: picture alliance/Norbert Schmidt

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