CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa
„Zusammenhalt“

Kramp-Karrenbauer erneuert Forderung nach Dienstpflicht

BERLIN. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Forderung nach einer allgemeinen Dienstpflicht erneuert. Auf ihrer parteiinternen „Zuhörtour“ habe es zu dem Thema viele Wortmeldungen gegeben, sagte Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Ich teile vieler dieser Gedanken und ich finde sehr wichtig, daß wir über eine Dienstpflicht in Deutschland diskutieren.“ Für sie sei es ein „zutiefst bürgerlicher Gedanke, seinem Land und der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen“.

FDP: Lebensjahr junger Menschen würde verstaatlicht

Es drohe, etwas verloren zu gehen, „ohne das eine Gesellschaft auf Dauer nicht bestehen kann: der Zusammenhalt seiner Bürgerinnen und Bürger“. Für die CDU-Chefin steht „die Gemeinschaft innerhalb der Bevölkerung ganz vorne“.

Bereits im April hatte Kramp-Karenbauer die Forderung nach einem Pflichtdienst erhoben. „Aus meiner Sicht müßte der für Männer und Frauen gelten, und auch für Menschen, die keine deutschen Staatsangehörigen sind, aber ein verfestigtes Aufenthaltsrecht haben“, sagte die Saarländerin damals dem Stern.

Kritik kommt von der FDP. „Ein ganzes Lebensjahr junger Menschen würde verstaatlicht, nur damit die CDU sich parteipolitisch profilieren kann“, monierte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Aus Sicht seiner Partei verstoße eine Dienstpflicht gegen das Grundgesetz. (tb)

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

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