Berlin

Junge Alternative: AfD soll auf Umweltschutz setzen

BERLIN. Die Junge Alternative (JA) Berlin hat verlangt, daß sich die AfD stärker mit den Themen Klimawandel und Umweltschutz auseinandersetzt. „Wir fordern die Mandats- und Funktionsträger unserer Partei dazu auf, von der schwer nachvollziehbaren Aussage Abstand zu nehmen, der Mensch würde das Klima nicht beeinflussen“, heißt es in einem Schreiben der JA Berlin. Von den AfD-Fraktionen in Landtagen, dem Bundestag und dem EU-Parlament müßten nun konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Klimaschutzes kommen.

Ein weiterer Kritikpunkt der JA ist die Außendarstellung der AfD. Um die Sympathiewerte zu erhöhen, sollten die Vorstände mittels „Umfragen AfD-Politiker identifizieren, die als besonders wählertauglich einzuordnen“ seien und diese entsprechend aufbauen.

Entscheidend sei in dem Zusammenhang auch die stärkere Einbindung jüngerer Parteimitglieder. Angesichts des starken Abschneidens der Grünen bei den Wählern unter 30, laufe die AfD Gefahr, demographisch den Anschluß zu verlieren.

Kurskorrektur hänge von Mandatsträgern ab

Der Landesvorstand der Berliner AfD habe bereits angekündigt, über die Vorschläge während einer Vorstandssitzung zu diskutieren, sagte der JA-Landesvorsitzende von Berlin, David Eckert, der JUNGEN FREIHEIT. „Gerade hier sind die Grünen für uns eine besonders starke Herausforderung“, betonte er vor dem Hintergrund von 27 Prozent Grünenwählern in der Hauptstadt bei der vergangenen Europawahl.

Von besonderer Bedeutung für eine mögliche Kurkorrektur der AfD sei nun das Verhalten der Mandatsträger, so Eckert. Besondere Hoffnung setze er auf den Bundesvorstand. Einen Widerspruch zwischen der Ausrichtung der Partei und dem Umweltschutz sehe er nicht. „Das Thema Umweltschutz ergänzt sich auch mit dem Schutz der Heimat und der Kultur.“ (ag)

Der Vorsitzende der Jungen Alternative Berlin, David Eckert, fordert von der AfD ein stärkeres Engagement für den Umweltschutz Foto: (c) dpa

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