Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Thomas Kemmerich Foto: picture alliance/Michael Reichel/dpa
Vor Landtagswahl in Thüringen

Farbanschlag auf Haus von FDP-Spitzenkandidat Kemmerich

ERFURT. Auf das Wohnhaus des thüringischen FDP-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Thomas Kemmerich, ist ein Farbanschlag verübt worden. Die Täter schrieben mit roter Farbe an die Hauswand: „Wir bleiben frei! Wer die AfD unterstützt, der ist unser Feind!“ Über das Wort „Feind“ malten die Täter das Symbol der linksextremen Szene.

Am Montag hatte Kemmerich in der Runde der Spitzenkandidaten von Grünen, FDP, AfD und SPD im MDR wie auch AfD-Landeschef Björn Höcke eine „konsequente Abschiebepraxis“ gefordert und eine Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit bei der Einwanderung. Gleichzeitig hatte die FDP genau wie die bereits im Landtag vertretenen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD nach dem 27. Oktober ausgeschlossen.

Morddrohungen gegen Höcke

Darauf wies Kemmerich auch in einer Facebook-Stellungnahme nach dem Farbanschlag hin. „Wenn schon Kritik, dann bitte auch angebracht“, schrieb er. „Ich denke, wir sind uns alle einig, daß das keine Form der politischen Auseinandersetzung ist.“ Er sei „jederzeit gesprächsbereit“ und hoffe, „daß der Wahlkampf nun mehr mit Mitteln der Demokratie und allgemeinen Regeln des Anstands fortgeführt werden kann“.

Gegen Höcke und seine Familie hatte es zuletzt Morddrohungen gegeben, die die Polizei zu einem verstärkten Schutz seines Hauses veranlaßt haben. 2017 hatte das linksradikale „Zentrum für politische Schönheit“ bekanntgegeben, Höcke und dessen Familie ausspioniert zu haben. (tb)

Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Thomas Kemmerich Foto: picture alliance/Michael Reichel/dpa

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