„Soko Chemnitz“

„Zentrum für politische Schönheit“ schaltet Online-Pranger ab

CHEMNITZ. Die linksradikale Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat ihren Online-Pranger „Soko Chemnitz“ vom Netz genommen. Die gesamte Aktion sei eine gezielte Falle gewesen, damit sich vermeintliche Rechtsextreme über die Suchfunktion auf der Homepage selbst entlarvten, behauptet die Gruppe in einer Stellungnahme.

ZPS-Gründer Philipp Ruch betonte, die Abschaltung des Prangers habe nichts mit eingegangenen Klagen und Abmahnungen zu tun. Unter anderem hatten das Land Sachsen und das Jüdische Forum das selbsterklärte Künstlerkollektiv abgemahnt.

ZPS will rechtsextremes Netzwerk aufgedeckt haben

Dem ZPS sei es in den vergangenen drei Tagen gelungen, durch die Suchanfragen der 2,5 Millionen Besucher der Homepage ein sogenanntes „Netzwerk Chemnitz“ aufzudecken. „Das ist das Relevanteste, was es an Daten in Sachen Rechtsextremismus in Deutschland aktuell gibt“, sagte Ruch der Nachrichtenagentur epd. „Wenn zum Beispiel der Bundesinnenminister mehr wissen will und Lust auf einen Kaffee mit uns hat, dann soll er vorbeikommen.“

Am Montag hatte das ZPS seinen Online-Pranger ins Netz gestellt, um so Teilnehmer der Demonstrationen in Chemnitz bei deren Arbeitgebern anzuschwärzen. Dafür waren die Linksradikalen zum Teil scharf kritisiert worden. (ag)

Der Gründer des „Zentrum für politische Schönheit“, Philipp Ruch, betont, die Abschaltung des Online-Prangers habe nichts mit eingegangenen Klagen zu tun Foto: picture alliance/ZUMA Press

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