Verdacht auf Drogenhandel

Razzia gegen Araber-Clan

BERLIN. Die Polizei ist in Berlin erneut mit einer groß angelegten Razzia gegen kriminelle Araber-Clans vorgegangen. Dabei seien vier Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren festgenommen worden. Drei von ihnen gehören zur Großfamilie R., einer zur Familie der el-Z., berichtet die Berliner Zeitung. Ihnen allen wird Drogenhandel im großen Stil vorgeworfen.

Die aus dem Libanon stammende Familie R. stand erst vor kurzem im Mittelpunkt einer Razzia. Damals beschlagnahmten die Ermittler 77 Immobilien und Grundstücke im Wert von zehn Millionen Euro. Mitglieder des Clans werden auch für den Raub einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode Museum in Berlin im März 2017 verantwortlich gemacht.

Polizeigewerkschaft: Straftätern auf die Füße treten

Da die Angehörigen der Großfamilie als gefährlich und teilweise bewaffnet gelten, waren an den Festnahmen am Montag auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) beteiligt.

Die Gewerkschaft der Polizei lobte den Einsatz. „Im Kampf gegen die Hydra der organisierten Kriminalität ist es wichtig, regelmäßig Zeichen zu setzen und mit nachhaltiger Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden Straftätern auf die Füße zu treten, die unsere Gesetz mißachten und meinen, sie könnten ohne Konsequenzen schwere Straftaten begehen“, sagte der Berliner Landesvorsitzende Norbert Cioma. (krk)

Verhaftetes Mitglied der libanesischen Großfamilie R. in Berlin Foto: picture alliance/dpa

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