Wegen Aschermittwoch-Rede

AfD-Vorstand mahnt Poggenburg ab

BERLIN. Die AfD hat den Landes- und Fraktionsvorsitzenden von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, wegen seiner Rede am Politischen Aschermittwoch abgemahnt. Der Beschluß des Bundesvorstands sei einstimmig gefallen, teilte die Partei am Freitag mit.

Laut Satzung könne der Vorstand eine Abmahnung aussprechen, wenn ein Mitglied gegen die Satzung oder Grundsätze der Partei verstoße. Im Wiederholungsfalle könne das Beanstandete auch weitere Ordnungsmaßnahmen nach sich ziehen.

Poggenburg hatte in seiner Rede am Politischen Aschermittwoch der AfD Türken unter anderem als „Kameltreiber“ und „Kümmelhändlern“ beleidigt. Die Türkische Gemeinde zeigte ihn deshalb wegen Volksverhetzung an.

Junge Alternative distanziert sich

Auf Distanz zu Poggenburg ging auch die Junge Alternative (JA). „Das war keine Aschermittwochsrede, sondern beleidigend“, sagte JA-Chef Markus Frohnmaier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Mir ist jeder Türke, der einen positiven Bezug zu diesem Land hat, lieber als einige politische Gegner“, betonte der AfD-Bundestagsabgeordnete.

Ähnlich äußerte sich sein Fraktionskollege Jan Nolte. „Es gibt jede Menge Türken in Deutschland, die mehr für dieses Land tun, als Claudia Roth, Andrea Nahles und Konsorten. Viele dieser Menschen haben ebenfalls keine Lust auf Anarchie und Massenmigration. Es ist so selbstverständlich, daß ich dachte, es nicht erwähnen zu müssen: Auch für diese Menschen machen wir Politik. Es gibt hier Türken und auch Menschen anderer Herkunft, von denen mancher Deutsche noch was lernen kann“, schrieb der AfD-Bundestagsabgeordnete auf Facebook. (krk)

 

André Poggenburg: verteidigt seine Aschermittwochs-Rede Foto: dpa

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