Markus Krall Freiheit oder Untergang
Schulz
SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz Foto: picture alliance/abaca

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Schulz wettert gegen AfD, Pegida und Trump

BERLIN. SPD-Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat der AfD den Kampf angesagt. Die Partei sei keine Alternative für Deutschland. „Nein, das ist eine Schande für die Bundesrepublik“, sagte Schulz am Sonntag bei seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz.

Schulz warf der AfD vor, sie dulde Personen wie den Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke in ihren Reihen, um rechte Wählerstimmen zu bekommen. „So ein Antidemokrat wird bei der AfD nicht rausgeschmissen, weil sie ihn brauchen, um den rechten Rand in ihrer Partei zu bedienen.“

Gleichzeitig teilte der frühere EU-Politiker gegen Donald Trump aus. „Wer die freie Berichterstattung als Lügenpresse bezeichnet, wer selektiv mit den Medien umgeht, legt die Axt an die Wurzeln der Demokratie“, warnte Schulz. Ganz gleich, ob er Präsident der Vereinigten Staaten sei oder ob er bei einer Pegida-Demonstration mitlaufe.

Gerechtigkeit als Wahlkampfthema

Was die geplanten Themenschwerpunkte der SPD im Wahlkampf betrifft, blieb Schulz vage. „Ich werde heute keine abschließende programmatische Rede halten.“ Eines aber könne er jetzt schon vorwegnehmen: „Bei unserem Programm wird es um Gerechtigkeit, um Respekt und um Würde gehen.“

Einen Wahlkampf, wie ihn Trump geführt habe, werde es mit der SPD nicht geben. „Die Verächtlichmachung, das Arbeiten mit gefälschten Nachrichten, die pauschale Verurteilung ganzer Gruppen von Menschen darf in Deutschland keinen Platz haben.“

Im Anschluß wurde er mit hundert Prozent zum SPD-Chef gewählt. Von 608 abgegebenen Stimmen waren lediglich drei ungültig. Alle anderen votierten für Schulz als Parteivorsitzenden. (krk)

SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz Foto: picture alliance/abaca
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