Silvester
Zuwanderer feiern Silvester in Frankfurt: Doch keine Massenübergriffe Foto: picture alliance / Boris Roessler / dpa
Falschmeldung

Keine Silvesterübergriffe in Frankfurt

FRANKFURT/MAIN. Ein massenhafter sexueller Übergriff in der Frankfurter Freßgass zur Silvesternacht hat sich als offenkundig falsch herausgestellt. „Die in den Raum gestellten Vorwürfe sind haltlos und entbehren jeder Grundlage“, heißt es in einer Stellungnahme der Polizei. „Dies ergaben die intensiven und umfangreichen Ermittlungen der Polizei.“ Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat eingeleitet.

Gegenüber der Bild hatte ein ansässiger Lokalwirt behauptet, eine Gruppe von 50 Arabern sei in sein Lokal eingedrungen. „Sie sprachen kein Deutsch, tranken den Gästen die Getränke weg, tanzten sie an. Die Frauen baten mich um Hilfe, weil sie angegrapscht wurden. Die Stimmung kippte komplett.“ Laut Bundespolizei waren in der Silvesternacht rund 1.900 Einwanderer in kleinen Gruppen nach Frankfurt gekommen. Hinweise auf einen Sex-Mob in der Freßgass gab es nicht.

Die Vernehmungen von Zeugen, Gästen und Mitarbeitern habe erhebliche Zweifel an den Schilderungen ergeben, heißt es nun seitens der Polizei. So wäre eine angeblich betroffene Person zur Tatzeit wahrscheinlich gar nicht in der Stadt gewesen. Auch die Bild dementiert mittlerweile. Es wird überprüft, ob Polizeikosten geltend gemacht werden können. Auch werden konzessionsrechtliche Überprüfungen in die Wege geleitet. (FA)

Zuwanderer feiern Silvester in Frankfurt: Doch keine Massenübergriffe Foto: picture alliance / Boris Roessler / dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

aktuelles