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Asylpolitik: Kanzleramtschef Altmaier verteidigt Grenzöffnung

Asylpolitik: Kanzleramtschef Altmaier verteidigt Grenzöffnung

Asylpolitik: Kanzleramtschef Altmaier verteidigt Grenzöffnung

Peter Altmaier (CDU)
Peter Altmaier (CDU)
Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) Foto: dpa
Asylpolitik
 

Kanzleramtschef Altmaier verteidigt Grenzöffnung

BERLIN. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat die Grenzöffnung für Flüchtlinge verteidigt. Es sei eine „richtige Entscheidung“ gewesen, 2015 die deutschen Grenzen für syrische Einwanderer zu öffnen, sagte Altmaier laut Tagesspiegel am Dienstag abend in Berlin. Er war zu einer Veranstaltung des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW und des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung eingeladen worden.

Es gebe Augenblicke, da müsse man sich fragen, „ob man eine Enquete-Kommission einsetzt oder denen hilft, die in Not sind“. In entwickelten Gesellschaften sei „Migration ein Normalfall“. Inzwischen akzeptiere das auch die Mehrheit der Deutschen.

Leitkultur zusammen mit Einwanderern erarbeiten

Altmaier forderte, eine Art Leitkultur müsse gemeinsam mit Einwanderern erarbeitet werden, beide Seiten seien angesprochen. „Man kann dem Vater einer jungen Migrantin klarmachen, daß es keinen moralischen Untergang bedeutet, wenn sie sich die Nägel lackiert. Umgekehrt sollte sie aber auch akzeptiert werden und arbeiten dürfen, wenn sie einen Schleier tragen will.“

Integration gehe alle an, sagte der enge Vertraute der Kanzlerin, der seit zwei Jahren auch Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung ist. Sie müsse aber zwischen Deutschen und Einwanderern unterscheiden. Denn ein junger, bildungsferner Deutscher bedürfe anderer Hilfe als eine Flüchtlingstochter ohne Bildungsproblem. (ls)

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) Foto: dpa
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