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Tastatur: Moderne Kriegsführung im virtuellen Raum Foto: picture alliance / empics

Hacker-Angriffe
 

IT-Experten: Deutschland muß mehr für Cyber-Sicherheit tun

BERLIN. Deutsche Unternehmen sind nach Meinung führender IT-Manager nicht ausreichend gegen Cyber-Angriffe geschützt. Das ergab eine Studie des Ponemon-Instituts im Auftrag des Softwareunternehmens Citrix. Demnach glauben 74 Prozent der Befragten, daß die deutsche Sicherheitsarchitektur dringend erneuert werden muß. 63 Prozent gaben an, daß ihr eigenes Unternehmen über eine veraltete Sicherheitstechnologie verfügt.

Hingegen halten 38 Prozent die von ihnen verwendete Technologie für ausreichend. 82 Prozent schätzen die Nutzung sozialer Medien durch Mitarbeiter am Arbeitsplatz als ein Gefahrenrisiko ein. Vor allem die Gruppe der 18- bis 34jährigen wird dabei als größtes potentielles Leck für sensible Daten identifiziert – vor allem wegen der Nutzung unerlaubter Apps und Geräte am Arbeitsplatz.

Von USA und Israel lernen

Zuletzt hatten im Dezember 2016 Hacker die Deutsche Telekom angegriffen, wodurch etwa 900.000 Kunden des Unternehmens teilweise über einen Tag ohne Telefon und Internet waren. Davor hatten sich Hacker im Mai 2015 in das interne Netzwerk des Bundestages eingeschleust.

Derzeit findet in Berlin die Nationale Konferenz für IT-Sicherheitsforschung statt. Zu diesem Anlaß haben die Leiter der drei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenzzentren für IT-Sicherheitsforschung – Cispa in Saarbrücken, Crisp in Darmstadt und Kastel am Karlsruher Institut für Technologie –der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU) , ein Positionspapier zur aktuellen Lage der Cybersicherheit überreicht. Darin empfehlen die Experten vor allem eine engere Kooperation mit den in Sachen Cybersicherheit führenden Ländern USA und Israel. Für Deutschland beklagten sie einen Mangel an ausgebildeten IT-Sicherheitskräften. (tb)

Tastatur: Moderne Kriegsführung im virtuellen Raum Foto: picture alliance / empics
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