Alice Schwarzer: Parteien sehen bei Problemen weg Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
AfD-Erfolg

Alice Schwarzer kritisiert Schweigen zum Islamismus

KÖLN. Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat ihre Kritik an einem politisierten Islam erneuert. Der Islamismus sei „eine Ideologie, die wir bekämpfen müssen“, sagte sie am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur. Gleichzeitig forderte Schwarzer „zwischen Islam und Islamismus“ zu unterscheiden.

Wer das Problem jedoch leugne, „spielt den Rechten in die Hände“, betonte die Frauenrechtlerin. „Ohne den Zuzug von Männern aus tief patriarchalen Ländern, die auch noch vom radikalen Islam verhetzt sind, wäre vermutlich die AfD heute nicht im Bundestag.“

AfD wird aus Frustration gewählt

Viele Menschen hätten die AfD aus Frustration darüber gewählt, „daß alle demokratischen Parteien wegsehen und so tun, als gäbe es diese Probleme nicht“, kritisierte Schwarzer. Der religiöse Fundamentalismus sei eine der größten Baustellen in der Frage der Gleichberechtigung, denn er nehme als erstes die Frauen ins Visier.

Schwarzer hatte sich in der Vergangenheit schon öfters kritisch über den Islamismus geäußert. Nach der Kölner Silvesternacht prangerte sie Gleichberechtigungsdefizite in der fundamental-islamischen Gemeinschaft an. (ha)

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