Jörg Meuthen
Jörg Meuthen: Attacken auf den politischen Gegner Foto: dpa

AfD-Bundesparteitag
 

„Wir wollen Volkspartei sein“

STUTTGART. Mit Reden der beiden AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen ist der Programmparteitag der AfD in Stuttgart am Sonnabend nachmittag in seine heiße Phase gestartet. Beide bekräftigten den Anspruch der Partei auf Regierungsbeteiligungen. 
 
„Wir wollen Mehrheiten erringen“, sagte Petry. Perspektive der AfD sei nicht die einer ewigen Oppositionspartei. Ähnlich äußerte sich ihr Ko-Vorsitzender: „Wir wollen Volkspartei sein und die Geschicke unseres Landes auf längere Sicht mitlenken“, sagte Meuthen.  
 
Er unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Programmdiskussion, die in Stuttgart am Sonnabend und Sonntag auf der Tagesordnung steht. Dabei gehe es um die DNS der Partei. „Wir wollen weg vom linksrotgrün verseuchten und versifften Deutschland der Achtundsechziger“, gab Meuthen die Richtung vor.

AfD soll konservative, freiheitliche und patriotische Partei sein

Auf dem Weg zum Programm müsse es auch Streit geben. „Mein Gruselbild schlechthin ist der CDU-Parteitag vom vergangenen Dezember“, sagte Meuthen: „Das war ein reiner Jubelparteitag!“ So etwas werde es in der AfD niemals geben. „Streit gehört dazu und Meinungsverschiedenheiten müssen sein“, bekräftigte Meuthen. 
 
Das künftige Programm der AfD solle dabei eine Klammer für die drei Strömungen der Partei sein: die konservative, die freiheitliche und die patriotische. Der Patriotismus sei besonders sensibel. „Für viele ist das immer noch ein Problem. Weniger für uns hier im Saal, als für die da draußen“, sagte Meuthen mit Blick auf Gegendemonstranten vor dem Veranstaltungsgelände. „Es ist falsch, sein Land nicht zu lieben“, rief er den AfD-Mitgliedern zu. „Wir haben gute Gründe dafür!“ 
 
Petry erhob in ihrer Rede den Anspruch, daß die Programmatik der AfD ein Gegenentwurf zum Establishment sein werde. „Die AfD ist das Fieberthermometer einer Gesellschaft, die demokratische Auseinandersetzung wieder lernen muß„, sagte die sächsische Fraktionschefin. Zugleich beklagte sie die anhaltenden Angriffe auf Politiker und Anhänger der AfD. „Das ist ein unhaltbarer Zustand für ein Land, das sich weiterhin als Demokratie begreift“, kritisierte sie.

Jörg Meuthen: Attacken auf den politischen Gegner Foto: dpa
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