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Weitere Hochschule entläßt islamkritischen Dozenten

BERLIN. Eine weitere Berliner Hochschule hat dem islamkritischen Statistikdozenten Wolfgang Hebold den Lehrauftrag entzogen. „Wir haben die Zusammenarbeit kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe beendet“, sagte die Sprecherin der Management-Hochschule SRH, Gesine Kelling, dem Tagesspiegel.

Ende Mai hatten sich bereits die Hochschule für Wirtschaft und Recht sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin von dem Dozenten getrennt. Grund dafür seien neben „diskriminierenden, fremden- und frauenfeindliche Foreneinträge“ fragwürdige Aufgaben in Statistikkursen gewesen.

Student belastete Dozenten

Zuvor hatte der RBB von einem Studenten erfahren, daß Hebold angeblich islamkritische Aufgaben in seinen Seminaren stelle. In seinem Blog äußerte sich Hebold kritisch über Kopftuch tragende Moslems, die er als „der Kopftuchmoslem“ bezeichnete.

Der Sender zitierte einen Studenten: „Wir sollten berechnen, welcher statistische Zusammenhang zwischen der Anzahl von Terroranschlägen und dem Anteil von Muslimen in der Bevölkerung besteht.“ Im Zusammenhang mit dem moslemischen Bevölkerungsanteil hätten die Studenten auch Genitalverstümmelungen in Ägypten berechnen sollen.

Recht auf freie Meinungsäußerung

Hebold entgegnete, Statistik habe nicht nur mit Zahlen zu tun. Es könnten auch Beispiele verwendet werden, die „im Alltag relevanter“ seien und mit Politik zu hätten. Zudem verwies der Mathematiker gegenüber dem Sender auf das Recht zur freien Meinungsäußerung.

„Ich habe das Gefühl, daß das, was ich sagen wollte, vom RBB bösartig verdreht wurde“, monierte Hebold im Tagesspiegel. Einige Einträge, die ihm nun zur Last gelegt werden, stammten nicht von ihm. „Ich bin antiislamisch wie ich auch antikommunistisch und antifaschistisch bin. Der politische Islam ist ein Problem, aber ich bin nicht rassistisch“. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob Hebolds Äußerungen volksverhetzend seien. (ls)

SRH Hochschule Berlin: Kündigt Zusammenarbeit mit islamkritischen Dozenten auf Foto: dpa

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