Exikutionskammer
Exikutionskammer in Utah: Medikamente für Giftspritzen fehlen Foto: dpa
Todesstrafe

US-Bundesstaat führt Erschießungskommandos wieder ein

SALT LAKE CITY. Zum Tode verurteilte Personen können im US-Bundesstaat Utah künftig wieder durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete der republikanische Gouverneur Gary Herbert am Montag.

Diese sollen zum Einsatz kommen, wenn keine Medikamente für Giftspritzen verfügbar sind. Den Vereinigten Staaten war es in den vergangenen Jahren immer schwerer gefallen, an die entsprechenden Wirkstoffe zu gelangen. Mehrere Unternehmen aus Europa weigerten sich in der Vergangenheit, entsprechende Mittel an die US-Bundesstaaten zu liefern.

2004 eigentlich abgeschafft

„Wenn eine Jury diese Entscheidung trifft, und der Richter das Todesurteil unterschreibt, dann ist es die Verpflichtung der Regierung, diese rechtmäßige Entscheidung auch durchzusetzen“, begründete ein Sprecher des Bundesstaates die Entscheidung. Bis 2004 konnten sich Todeskandidaten in Utah entscheiden, ob sie durch Erschießen hingerichtet werden wollten. Danach kippte der Staat die entsprechende Regel.

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA 1976 wurden in Utah sieben Personen hingerichtet. Alle wurden wegen Mordes verurteilt. (ho)

Exikutionskammer in Utah: Medikamente für Giftspritzen fehlen Foto: dpa

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