Empörung über Twitter-Eintrag

Grünen-Nachwuchs verteidigt antideutsche Äußerung

BERLIN. Die Grüne Jugend hat ihren Wunsch nach einer Auflösung Deutschlands verteidigt. „Daß man über die Vision einer europäischen Integration bis hin zu einem europäischen Staat ohne gesicherte Außengrenzen nicht mal mehr laut sprechen darf, zeigt, daß die Grenzen in den Köpfen noch längst nicht überwunden sind“, schrieb der Bundessprecher des Grünen-Nachwuchses, Erik Marquardt auf Facebook.

Die Jugendorganisation der Grünen hatte am Tag der deutschen Einheit mit einer Nachricht auf Twitter für Empörung gesorgt. Darin hieß es: „Am 3. Oktober wurde ein Land aufgelöst und viele freuen sich 25 Jahre danach. Warum sollte das nicht noch einmal mit Deutschland gelingen?“.

Nicht die erste antideutsche Entgleisung


Der Beitrag war auf massive Kritik gestoßen. So schrieb beispielsweise die CDU-Bundestagsabgeordnete Erik Steinbach auf Twitter, wenn die Parteispitze der Grünen diese Auffassung teile, könnten die Grünen kein Koalitionspartner der Union sein. Der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) schrieb auf Facebook: „Es gibt Leute, die träumen von schwarz-grün auf Bundesebene – hier liegt das eigentliche Problem!“

Der Vorfall ist nicht die erste antideutsche Entgleisung der Grünen Jugend. Im Sommer 2008 urinierten Mitglieder des Grünen-Nachwuchses während ihres Bundeskongresses auf eine Deutschland-Flagge. Während der Fußball-EM 2012 vertrieb die Grüne Jugend auf ihrer Internetseite zudem einen Aufkleber mit durchgestrichener Deutschland-Fahne und der Aussage. „Patriotismus? Nein Danke!“ (krk)

Erik Marquardt: Der Bundessprecher der Grünen Jugend rechtfertigt den antideutschen Beitrag Foto: picture alliance/dpa

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