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Türkinnen in Köln: picture alliance/Jocker

Kanadisches Model
 

FDP für Neuregelung der Einwanderung

BERLIN. In der Diskussion über die Einwanderung nach Deutschland hat sich die FDP für ein Punktesytem nach kanadischem Vorbild ausgesprochen. „Die Einwanderung soll nach Kriterien wie Bildungsgrad, Sprachkenntnis, Alter und Fachkräftebedarf am Arbeitsmarkt flexibel gesteuert werden“, heißt es in einem Konzept für eine „zeitgemäße Einwanderung“, das der FDP-Bundesvorstand am Montag beschließen will, berichtet die Welt.

Deutschland müsse angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs „endlich den klugen Köpfen aus aller Welt den roten Teppich ausrollen“. Hierfür solle auch die Einbürgerung von Ausländern beschleunigt werden. Einwanderer sollten bereits nach vier Jahren den deutschen Paß erhalten können.

Mehr Einwanderung aus Nicht-EU-Staaten

Zudem plädieren die Liberalen dafür, das Arbeitsverbot für Asylanten aufzuheben. Diese sollten, sofern sie sich rechtmäßig in Deutschland aufhielten, sofort arbeiten dürfen. „Wenn Menschen ihren Unterhalt selber erwirtschaften können, sollten sie nicht zum Bezug staatlicher Leistungen gezwungen sein.“

Nach Ansicht der FDP sei die Einwanderung in den vergangen Jahren nicht ausreichend gewesen. Deutschland sei im Schnitt unter den notwendigen 200.000 Einwanderern pro Jahr geblieben. Daher brauche es auch mehr Einwanderer aus Nicht-EU-Staaten. Schließlich sei Europa ein alternder Kontinent und die Krise auf den Arbeitsmärkten der südeuropäischen Mitgliedsstaaten würde nicht ewig andauern. (krk)

Türkinnen in Köln: picture alliance/Jocker
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