Landtag in Hannover
Landtag in Hannover: Reformationstag wird neuer Feiertag Foto: dpa
Sexuelle Vielfalt

Niedersachsen beschließt Bildungsplan

HANNOVER. Der niedersächsische Landtag hat mit Stimmen der Koalition aus SPD und Grünen sowie der oppositionellen FDP einen neuen Bildungsplan beschlossen. Dieser sieht vor, im Unterricht künftig stärker Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zu thematisieren.

Damit sollen die Schüler bei der „Entwicklung ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität“ unterstützt werden. „Es geht darum anzuerkennen, daß die Schule einen wichtigen Beitrag zu Offenheit und Toleranz gegenüber sexuellen Auffassungen und Identitäten leisten muß“, begründete Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) den neuen Bildungsplan.

Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion, der vorsah, bei der schulischen Sexualerziehung „besonders alters-, kultur- und glaubenssensibel“ vorzugehen, wurde von der Landtagsmehrheit abgeschmettert. Gegen den Bildungsplan hatte es auch Proteste gegeben. Im Internet unterschrieben knapp 16.000 Menschen eine Petition gegen die stärkere Verankerung von „sexueller Vielfalt“ im Unterricht. Zudem demonstrierten am 22. November etwa 1.200 Personen vor dem Landtag gegen den Bildungsplan. (ho)

Landtag in Hannover: Reformationstag wird neuer Feiertag Foto: dpa

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