Linksextremer Aufruf
Linksextremer Aufruf zur Zerstörung von AfD-Plakaten Foto: JF
Aufruf zur Plakatzerstörung

Göttingen: Linksextremisten wollen AfD-Wahlkampf stören

GÖTTINGEN. Linksextremisten haben in Göttingen dazu aufgerufen, den Europawahlkampf der Alternative für Deutschland (AfD) zu stören. Die AfD sei „die erste rechtspopulistische Partei, die es geschafft hat, in einem breiten Diskurs wahrgenommen zu werden und so auch Wählerstimmen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft auf sich zu bündeln“, heißt es auf einer linkextremen Seite im Internet.

Es drohe nun, daß die AfD „im etablierten Parteienspektrum die Lücke rechts der Unions-Parteien“ einnehme, die in der politischen Landschaft der Bundesrepublik bisher aus guten Gründen leer geblieben sei. Dies wolle man verhindern.

Ticker meldet AfD-Plakate

AfD-Studie

Unter dem Motto „Alles muß man selber machen“ kündigen die Linksextremisten daher an, „Wahlkampfauftritte rechter Parteien“ zu stören und „rechte Wahlkampfpropaganda aus dem Stadtbild“ zu entfernen. Hierzu werden unter anderem Tips gegeben, wie auch höher hängende Wahlplakate einfach und schnell zerstört oder entfernt werden könne. Zudem bietet die Seite einen Ticker an, in dem Plakate und Aufkleber der AfD samt Eintrag auf einer Karte von Google-Maps gemeldet werden.

Die AfD hatte im vergangenen Bundestagswahlkampf deutschlandweit mit Angriffen durch Linksextremisten und Plakatzerstörungen zu kämpfen. In Göttingen, wo die linksextreme Szene auch von der Grünen Jungend unterstützt wurde, nahmen die Attacken gegen die Euro-Kritiker ein solches Ausmaß an, daß die Partei überlegte, den Wahlkampf in der Universitätsstadt gänzlich einzustellen.

Auch mit Beginn des Europawahlkampfs sieht sich die AfD wieder verstärkt im Visier der gewaltbereiten linksextremen Szene. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz muß bis zur Wahl mit Angriffen auf AfD-Mitglieder und -Wahlkämpfer sowie linksextremen Demonstrationen vor Wohnorten von AfD-Funktionären gerechnet werden. (krk)

Linksextremer Aufruf zur Zerstörung von AfD-Plakaten Foto: JF

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