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SPD schließt Bremer Abgeordneten wegen Kritik an Zigeunern aus

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Martin Korol: Wegen seiner Äußerungen über Zigeuner ist der Bremer Abgeordnete aus der SPD ausgeschlossen worden Foto: martinkorol.de

BREMEN. Die SPD hat den Bremer-Bürgerschaftsabgeordnete Martin Korol wegen seiner Äußerungen über Zigeuner ausgeschlossen. Das beschloß die Bundesschiedskommission der Partei, berichtet Radio Bremen.

Wegen seiner Äußerungen war der SPD-Politiker bereits im April aus der Fraktion in der Bremer Bürgerschaft ausgeschlossen worden. Im Juni suspendierte dann die Landesschiedskommission Korol für zwei Jahre. Einen Parteiausschluß lehnte das Parteigremium jedoch ab.

SPD: Korol hat Partei großen Schaden zugefügt

Nun folgte der endgültige Rauswurf. Die Bundes-SPD befand, der 68jährige habe der Partei großen Schaden zugefügt. Ein Abgeordneter müsse seine Worte so wählen, daß sie im Einklang mit der grundsätzlichen Auffassung der Partei stünden.

Hintergrund des Verfahrens ist Korols Kritik an der Einwanderung von Zigeunern nach Bremen. Auf seinem Internetauftritt hatte er im Februar geschrieben, diese lebten „sozial und intellektuell noch im Mittelalter“. Kinder würden statt in die Schule zum Anschaffen geschickt und Männer würden ihren Frauen mitunter „die Zähne ausschlagen“, sich selbst aber Stahlzähne gönnen. Nach Protesten hatte er den Text wieder entfernt. (krk)

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