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Berlin-Hellersdorf
 

Niebel: Proteste gegen Asylantenheim schaden Deutschlands Ruf

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Entwicklungsminister Dirk Niebel fürchtet, die Proteste gegen ein Asylantenheim in Berlin schaden Deutschlands Ruf Foto: picture alliance/dpa

BERLIN. Die Anwohnerproteste gegen ein Asylbewerberheim im Berliner Stadtteil Hellersdorf schaden nach Ansicht von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) dem Ansehen Deutschlands. Wie in Hellersdorf mit Flüchtlingen umgegangen werde, sei eine „Schande für unser Land“, sagte Niebel der Bild-Zeitung.

„Das schadet dem Ruf von Deutschland in der Welt. Was wir mit der Fußball-WM 2006 an Renommee gewonnen haben, dürfen ein paar Nazis nicht zerstören“, warnte der Minister.

Gleichzeitig gestand Niebel jedoch ein, daß bei der Einrichtung des Asylbewerberheims in einer ehemaligen Schule auch Fehler gemacht worden seien. „Die Bürger vor Ort wurden viel zu spät informiert. Wir müssen offen sein für Flüchtlinge. Aber wir müssen die Menschen auch darauf einstellen.“

Anwohner fürchten steigende Kriminalität

Seit Wochen gibt es Proteste gegen das vergangenen Montag eröffnete Asylbewerberheim in Marzahn-Hellersdorf. Anwohner fürchten, die Kriminalität in dem Stadtteil könne zunehmen. Parteien wie die NPD und Pro Deutschland veranstalteten deswegen Demonstrationen gegen das Heim. Bei diesen kam es zu Ausschreitungen durch gewaltbereite Linksextremisten.

Etwa 200 Asylbewerber sollen in der ehemaligen Schule untergebracht werden. Den Anwohnern war gesagt worden, dabei handle es ich vor allem um verfolgte Christen aus Syrien. Laut der Berliner Morgenpost stammen die Asylsuchenden jedoch auch aus Afghanistan, Serbien, Vietnam und Rußland. (krk)

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