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Streit um Umfragen
 

Forsa-Chef Güllner nennt AfD-Vorsitzenden „Lügen Lucke“

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AfD-Sprecher Bernd Lucke: Von Forsa-Chef Manfred Güllner als „Lügen Lucke“ verunglimpft Foto: Eva Kahlmann

BERLIN. Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat im Streit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa eine Niederlage einstecken müssen. Das Landgericht Köln untersagte Lucke, die Behauptung zu verbreiten, seine Partei liege in den Rohdaten von Forsa deutlich über fünf Prozent, berichtet Spiegel Online.

Lucke hatte gegenüber dem Handelsblatt beklagt, die Forschungsinstitute nutzen den Spielraum der statistischen Analyse, um die AfD kleinzurechnen. Er habe Hinweise von Mitarbeitern der Wahlforscher, daß die AfD in Rohdaten von Allensbach und Forsa „deutlich über fünf Prozent“ liege.

Güllner nennt Vorwürfe „infam“

Hiergegen hatte sich der Forsa-Chef Manfred Güllner juristisch gewehrt. Das Landgericht Köln untersagte Lucke nun, seine Behauptung zu wiederholen. Im Falle eines Verstoßes droht dem AfD-Chef ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro.

Forsa-Chef Güllner zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung. Was Lucke seinem Institut vorgeworfen habe, sei „infam“, sagte er Spiegel Online. „Wir behandeln die AfD wie jede andere Partei auch. Ich nenne den AfD-Chef jetzt nur noch Lügen-Lucke.“

In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und des Stern kommt die Alternative für Deutschland am Dienstag unverändert auf drei Prozent. Vor zwei Wochen hatte das Institut sie bei vier Prozent gesehen. (krk)

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