Innere Sicherheit
 

Asylbewerber: Abgelehnte Tschetschenen tauchen unter

BERLIN. Abgelehnte tschetschenische Asylbewerber verweigern zunehmend die Ausreise aus Deutschland. Dies geht nach einem Bericht des Focus aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach haben nur 683 der 3.785 ausreisepflichtigen russischen Asylbewerber das Land wieder verlassen. Knapp 90 Prozent von ihnen stammen aus der Kaukasus-Region. Wie viele in die Illegalität gingen ist unklar.

Sicherheitsexperten hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder beunruhigt gezeigt, daß sich unter den Asylbewerbern auch zahlreiche Islamisten befinden. „Die führenden Köpfe des Kaukasischen Emirats in Deutschland sind beinahe allesamt vor nicht allzu langer Zeit als Asylbewerber ins Land gekommen“, sagte ein Verfassungsschützer der Welt.

Laut Dublin-II-Abkommen müssen Asylanträge in dem EU-Land bearbeitet werden, in dem die Betroffenen zuerst angekommen sind. Im Fall der Tschetschenen ist dies in den meisten Fällen Polen. Die Zahl der angeblich politisch Verfolgten aus Rußland steigt seit Monaten stark an. Seit 2012 haben mehr als 10.000 russische Staatsbürger Asyl in Deutschland beantragt. (ho)

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