Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Zahl der Scheidungen und Alleinlebenden steigt an

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Klassische Familie: Vom Aussterben bedroht Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

WIESBADEN. Die Zahl der Ehescheidungen ist im vergangenen Jahr auf 187.640 gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit 2008 erreicht. Im Vergleich zu 2010 nahm die Zahl leicht um 0,3 Prozent zu. Auf 1.000 bestehende Ehen registrierte das Statistische Bundesamt damit knapp elf Scheidungen (1992 waren es sieben).

Von der Scheidung ihrer Eltern waren 2011 fast 150.000 minderjährige Kinder betroffen. Knapp 2,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In 52,8 Prozent der Fälle wurde die Trennung von der Ehefrau eingeleitet. 39,4 Prozent der Anträge kamen von Ehemännern. In den übrigen Fällen beantragten beide Ehepartner die Scheidung.

Immer mehr Alleinlebende

Gestiegen ist auch die Zahl der Alleinlebenden in Deutschland. So lebten 2011 fast 16 Millionen Personen allein in ihrem Privathaushalt. Dies sind fast 20 Prozent der Bevölkerung. Vor 20 Jahren lag dieser Wert noch bei 14 Prozent. Dabei gilt: Je größer der Wohnort ist, desto höher ist die Quote der Alleinlebend. In Berlin etwa lebten 31 Prozent der Bevölkerung in einem Einpersonenhaushalt.

Während allein lebende Männer deutlich seltener in Führungspositionen arbeiteten, lag dieser Anteil bei Frauen in derselben Situation deutlich höher. Von allen abhängig beschäftigten Frauen im mittleren Alter (von 35 bis 64 Jahren), die in einem Einpersonenhaushalt lebten, hatten 2011 gut 17 Prozent eine Führungsposition inne. Der Anteil der Führungskräfte unter den Nicht-Alleinlebenden war mit 13 Prozent geringer. (ho)

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