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Mannheim
 

Mannheimer Jusos unterstützen Umbenennung von Stadtteil in „Klein Istanbul“

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Döner-Imbiß: Die Jusos finden, Mannheim sollte mit seiner „Interkulturalität“ werben Foto: rg

MANNHEIM. Die Mannheimer Jusos haben sich positiv zu dem Vorhaben geäußert, einen vor allem von Türken bewohnten Stadtteil offiziell einen türkischen Namen zu geben. Im Volksmund heiße das Viertel ohnehin bereits „Klein Istanbul“, argumentierte der SPD-Nachwuchs in einer Mitteilung.

„Mannheim ist eine bunte Stadt mit internationalem Profil. Die Stadt kann und soll offensiv mit ihrer Offenheit und Interkulturalität werben. Eine offizielle Benennung des Viertels, um die Vorzüge Mannheims zu unterstreichen, begrüßen wir ausdrücklich“, sagte der Vorsitzende der Mannheimer Jusos, Christian Dristram.

Viele Mannheimer verbänden Gutes mit dem Namen und dem Viertel. Mit dem verbreiteten Namen sollte durchaus für den Stadtteil geworben werden, da dieser von der Bevölkerung akzeptiert sei. „Klein Istanbul“ oder „Little Istanbul“ sind laut der Stadtveraltung nicht als potentieller neuer Name für das Stadtviertel in den G- und H-Quadtraten vorgesehen.

Jusos verurteilen „rechte Parolen“

Gleichzeitig verurteilten die Jusos die Kritik, die vor allem im Internet an dem Vorhaben geäußert worden war: „Die Mannheimer Lebensart ist geprägt von Menschen unterschiedlichster Herkunft, die hier zusammen an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten. Für rechte Parolen ist bei uns und im Internet kein Platz. Wir brauchen keine erneute Debatte über eine vermeintliche deutsche ‘Leitkultur’“, betonte die stellvertretende Juso-Vorsitzende, Miriam Duttweiler.

Vorschläge, das Viertel in „Döner-Block“ oder „IQ75-Zone“ umzubenennen, seien rassistisch und nationalistisch. Solches Gedankengut dürfe in der Gesellschaft keinen Platz haben, forderte Duttweiler. (krk)

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