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Ostalgie
 

Kauder kritisiert Verharmlosung kommunistischer Jugendgefängnisse

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Volker Kauder: „Rechtfertigender und verharmlosender Rückblick auf die DDR-Heimerziehung“ Foto: Wikimedia/Dirk Vorderstraße

BERLIN. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder, hat ein Lehrbuch der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie kritisiert. Der Vorwurf: Die Schrift verharmlose DDR-Erziehungsheime. Zudem komme mit Eberhard Mannschatz ausgerechnet ein hochrangiger Funktionär des DDR-Volksbildungsministerium als Autor zu Wort.

Es sei ein „unglaublicher Vorgang“, daß einer der Hauptverantwortlichen für die Jugendwerkhöfe in Unterrichtsmaterialen einen „rechtfertigenden und verharmlosenden Rückblick auf die DDR-Heimerziehung“ werfen dürfe. Zugleich griff der CDU-Politiker den Rektor der evangelischen Diakonie-Hochschule, Andreas Theurich, scharf an. Der evangelische Theologe hatte Kritikern des Mannschatz-Beitrages eine wissenschaftliche Diskussion ihrer Vorwürfe in der Zeitschrift Widersprüche angeboten, die vom Sozialistischen Büro in Offenbach herausgegeben wird. „Das sind die Möglichkeiten, mit denen wir auf Ihre Kritik reagieren können und wollen“, schrieb Theurich einem Artikel der Tageszeitung Die Welt zufolge.

Kauder stellte sich dagegen auf die Seite der Opfer der Jugendwerkhöfe, in denen Jugendliche zeitweise in Arrestzellen isoliert wurden: „Wer ernsthaft meint, die wissenschaftliche Diskussion über die Verbrechen der kommunistischen Diktatur könnte in dieser Publikation geführt werden, will keine Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen“, kritisierte der Fraktionschef. (cs)

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