Geis

Niederlage bei Kandidatenaufstellung
 

CSU-Politiker Geis scheidet aus Bundestag aus

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Der konservative CSU-Abgeordnete Norbert Geis wird dem kommenden Bundestag nicht mehr angehören Foto: Bundestag/Lichtblick/Achim Melde

BERLIN. Der konservative CSU-Abgeordnete Norbert Geis wird aller Voraussicht nach dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören. Der 73jährige verlor am Montag die Stichwahl um die Kandidatenaufstellung für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Aschaffenburg gegen die Vorsitzende der örtlichen Frauen-Union, Andrea Lindholz.

Geis, der auch Kolumnist der JUNGEN FREIHEIT ist, gehört dem Bundestag seit 1987 an. Zuletzt hatte der CSU-Politiker mit seiner Kritik an der rechtlichen Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe für Schlagzeilen gesorgt.

Grünen-Politiker Beck frohlockt über Niederlage

Der Grünen-Politiker und bekennende Homosexuelle Volker Beck kommentierte die Niederlage Geis’ auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten: „Nach der Absage der CSU an Norbert Geis steht der Öffnung der Ehe nichts mehr im Weg“.

Beck war am Montag vom Kölner Kreisverband der Grünen für einen Platz auf der Landesliste Nordrhein-Westfalens zur Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert worden. Im Gegensatz zu Beck war Geis stets als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag eingezogen.

Über Geis’ Niederlage freute sich auch der Bundesgeschäftsführer der Lesben und Schwulen in der Union, Ronny Pohle. Auf seiner Seite im sozialen Netzwerk Facebook schrieb der CDU-Politiker: „Eine schöne Nachricht am frühen Morgen! Der alte Norbert Geis (CSU) hat seinen Wahlkreis verloren. Ein Hetzer weniger im Bundestag.“ (krk)

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