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Berlin-Wahl
 

Rechtsparteien üben sich in Selbstkritik

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Wahlplakate von Pro Deutschland und Der Freiheit: Die Parteivorsitzenden ziehen Bilanz Foto: JF

BERLIN. Nach dem für sie enttäuschenden Ausgang der Berlin-Wahl suchen die Parteivorsitzenden von Pro Deutschland (1,2 Prozent), Manfred Rouhs, und der Freiheit (1,0 Prozent), René Stadtkewitz nach Erklärungen für ihr schlechtes Abschneiden. „Das Ergebnis ist katastrophal“, sagte Stadtkewitz der JUNGEN FREIHEIT. Dennoch werde Die Freiheit an ihrem deutschlandweiten Expansionskurs festhalten und weitere Landesverbände gründen.

Auch an den kommenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein wolle man teilnehmen, kündigte der Freiheit-Chef an. In Berlin sei die Partei medial vor allem wegen ihrer Kritik am Islam wahrgenommen worden. „Wir müssen künftig stärker betonen, wofür wir stehen und nicht nur wogegen wir sind“, gab sich der der frühere CDU-Politiker selbstsicher.

Das Thema der Islamisierung Deutschlands bleibe jedoch weiter akut, unterstrich Stadtkewitz, auch wenn es undankbar sei und viele Bürger es vorzögen über das Problem nicht weiter nachzudenken.

Pro-Deutschland-Chef  will neues Bündnis schmieden

Auch Pro-Deutschland-Chef Manfred Rouhs gestand seine Wahlniederlage ein. „Wir haben aus den 1,2 Millionen Postwurfsendungen rund zehntausend Haushalte an uns binden können, wir haben jedoch letztlich auch nur diese an die Wahlurne bringen können“, sagte Rouhs der JF.

Besonders die Piratenpartei habe es geschafft, viele Protestwähler an sich zu binden. Es habe sich allerdings auch gezeigt, daß die Zersplitterung der konservativen Parteien in Berlin nicht die einzige Ursache für die Niederlage sein könne. Auch zusammen seien Pro Deutschland, Die Freiheit und Die Konservativen weit von der Fünf Prozent-Hürde entfernt.

Der 46jährige brachte erneut eine Zusammenarbeit der konservativen Parteien in der Hauptstadt ins Gespräch. Darum werde er in nächster Zeit auf Die Freiheit, die Freien Wähler und die Konservativen zugehen, um zu sehen, „ob man diese ins Boot holen kann“. Stadtkewitz hatte dies vor der Wahl noch vehement abgelehnt. (ho)

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