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Krawall-Wochenende
 

Linksextreme randalieren in Hamburg und Dortmund

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Wasserwerfer: Beamte mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen Foto: Pixelio/Henning Hraban Ramm

HAMBURG/DORTMUND. Am Wochenende ist es in Hamburg und in Dortmund zu Ausschreitungen von gewalttätigen Linksextremisten gekommen. Dabei wurden zahlreiche Personen verletzt, darunter mehrere Polizeibeamte.

In Hamburg hatten in der Nacht zu Sonntag im Verlauf des sogenannten „Schanzenfestes“ mehrere hundert teilweise vermummte Randalierer Flaschen und Brandsätze gegen Geschäftsgebäude geworfen, Barrikaden errichtet und angezündet. Als die Polizei gegen die Gewalttäter vorging, wurden die Beamten mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen.

Laut Polizei, die mit insgesamt 2.000 Beamten vor Ort war, handelte es sich bei den Randalierern um „Personen des linken Spektrums“ sowie um „aktionistisch orientierte junge Leute, viele davon stark alkoholisiert“.

Tatverdächtige mit Migrationshintergund

Auch wegen zahlreicher Brandstiftungen – unter anderem an mehreren Autos – mußten die Einsatzkräfte mit Wasserwerfern gegen die Gewalttäter vorgehen. Die Polizei nahm insgesamt 42 Personen vorläufig fest. Elf Beamte sowie drei vermutlich unbeteiligte Personen wurden verletzt.

Die Hamburger Innenbehörde macht vor allem sogenannte „Krawalltouristen“ für die Ausschreitungen verantwortlich. Laut Hamburger Abendblatt seien unter den Festgenommenen nach Angaben der Polizei „überdurchschnittlich viele Personen mit Migrationshintergrund“.

Bereits im Vorfeld kursierten in Hamburg Flugblätter mit „Tips für den gepflegten Krawall“, in denen Anschlagsziele „empfohlen“ wurden.

Unterdessen kam es in Dortmund am Samstagvormittag zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Polizeibeamte seitens gewaltbereiter Linksextremisten. Diese Übergriffe ereigneten sich am Rande einer Demonstration „gegen Rechts“, als deren Versammlungsleiter sich der Linkspartei-Landtagsabgeordnete Wolfgang Zimmermann ausgegeben hatte. 

Festnahmen und Verletzte

Anlaß war eine von sogenannten „Freien Nationalisten“ angemeldete Versammlung. Wie die Polizei meldete, seien bei Zugangskontrollen zu dieser Versammlung zwei Rechtsextremisten vorläufig festgenommen worden, weil bei ihnen Betäubungsmittel und eine Stahlrute gefunden wurden.

An der ursprünglich vorgesehenen Demonstrationsroute der „Freien Nationalisten“ fand die Polizei versteckte Feuerwerkskörper sowie „ein Erddepot mit Chemikalien und Vermummungsmaterial“. Eine Zuordnung dieser Gegenstände zur rechts- oder linksextremen Szene sei noch nicht möglich gewesen, teilte die Polizeipressestelle mit; die Ermittlungen dauerten noch an. 

Während des Einsatzes wurden sieben Beamte verletzt, vier von ihnen „durch Tritte linksextremer Gewalttäter“. Insgesamt habe die Polizei 160 Freiheitsentziehungen vornehmen müssen, davon 25 aus dem rechtsextremen und 131 aus dem linksextremen Spektrum. (vo)

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