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Zentralrat der Juden

Knobloch fordert Bundesbeauftragten gegen Rechtsextremismus

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Charlotte Knobloch: Ihr Hauptziel – ein NPD-Verbot – hat sie in ihrer Amtszeit nicht durchsetzen können Foto: Thaidigsmann/wikipedia.de

MÜNCHEN. Die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat einen Bundesbeauftragten gegen Rechtsextremismus gefordert. Die „Neonazis“ dürften nicht ungestört ihre „menschenverachtenden Ideen“ unter die Leute bringen, sagte Knobloch der Nachrichtenagentur dapd.

Bereits Kinder müßten lernen, „Respekt auch vor Menschen zu haben, die man als fremd ansieht“. Auch die Geschichte des Judentums und des Staates Israel sollte im Kindergarten vermittelt werden, so Knobloch.

Knobloch wird Ende November aus ihrem Amt ausscheiden. Die Nachfolge der 78jährigen tritt voraussichtlich ihr bisheriger Stellvertreter Dieter Graumann an. Er wäre der erste Zentralratspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde. (cs)

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