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Niederlande
 

Bundeskanzlerin bedauert Einfluß von Geert Wilders

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Bundeskanzlerin Angela Merkel: Verärgert über den Einfluß des Islamkritikers Geert Wilders Foto: Wikipedia/Pixelfehler

BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Duldung der niederländischen Minderheitsregierung aus Rechtsliberalen und Christdemokraten durch den Islamkritiker Geert Wilders bedauert.

Allerdings schloß die deutsche Regierungschefin Sanktionen gegen das Nachbarland aus. Wie bereits vergangenen Monat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betrachtete Merkel das Vorgehen der Europäischen Union gegen Österreich vor zehn Jahren rückblickend als falsch. Damals hatte die EU die Möglichkeit von Sanktionen gegen die Alpenrepublik erwogen, nachdem die FPÖ an der Regierung beteiligt worden war.

FPÖ-Boykott widersprach Europäischer Idee

„Wie man damals mit Österreich umgegangen ist, war nicht im Sinne der europäischen Idee“, zitiert sie der deutschsprachige Nachrichtendienst Dnews mit Sitz in den Niederlanden. Auf die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Den Haag solle sich daher der Einfluß von Wilders Partei für die Freiheit (PVV) nicht auswirken, betonte Merkel.

Nach monatelangen Verhandlungen zeichnet sich in den Niederlanden die Kabinettsbildung einer rechtsliberal-christdemokratischen Minderheitsregierung ab, die auf die Unterstützung der PVV angewiesen wäre. Direkte Koalitionsgespräche scheiterten zuvor am Widerstand der Christdemokraten. Diese müssen noch auf einem Parteitag dem Duldungsvertrag zustimmen. (FA)

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