Brennendes_Auto_01

Berlin
 

Polizei nimmt mutmaßlichen linken Brandstifter fest

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Ausgebranntes Auto in Berlin-Friedrichshain Foto: Pixelio/Kürbiskern

BERLIN. Zivilfahnder der Berliner Polizei nahmen am Montag einen Tatverdächtigen fest, der zwei Autos angezündet haben soll. Bei dem festgenommenen 23jährigen Tobias P. wurde Feuerzeugbenzin und Reizgas sichergestellt.

Um weitere Beweismittel zu sichern, durchsuchte die Polizei anschließend zwei besetzte Häuser im Stadtteil Friedrichshain. In einem dieser sogenannten „Wohnprojekte“ hielt sich P., gegen den am Dienstag ein Haftbefehl erlassen wurde, vornehmlich auf. Da die Ermittler mit Gewalttätigkeiten seitens der linksextremen Bewohner rechneten, gingen sie bei ihrer Razzia mit einem Großaufgebot von 150 Beamten vor. Die anwesenden Personen wurden überprüft, allerdings kam es zu keiner weiteren Festnahme.

258 beschädigte Autos

Laut Polizei handelt es sich bei der Aktion am frühen Montagmorgen um die 16. Festnahme eines mutmaßlichen Autobrandstifters in diesem Jahr. Eine dagegen gerichtete Demonstration von Angehörigen der linken „Hausbesetzer“-Szene wurde von der Polizei aufgelöst. Insgesamt wurden allein in diesem Jahr 258 Fahrzeuge in der Hauptstadt durch Brandstiftungen zerstört oder beschädigt.

Durchsucht wurde auch die Wohnung der Mutter des Tatverdächtigen in Berlin-Hohenschönhausen. Der Vater von P. ist Mitglied der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Lichtenberg. Sein Fraktionskollege und Parteifreund Kirill Jermak fungierte in diesem Jahr als Anmelder der gewaltsam verlaufenen „Revolutionären-1.-Mai-Demonstration“ in Berlin-Kreuzberg. (vo)

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