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Kirchentag: Forderung nach mehr Engagement im „Kampf gegen Rechts“

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Karin Göring-Eckardt: Die Präses der Synode der EKD und Grünen-Politikerin fordert mehr Engagement im „Kampf gegen Rechts“ Foto: Bundestag/Studio Kohlmeier

BREMEN. Der Magdeburger Bischof Axel Noack hat die Kirche für ihre Einstellung beim Kampf gegen den Rechtsextremismus kritisiert und ihr Halbherzigkeit vorgeworfen.

Auf dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen sagte er während eines Forums zum Thema Rechtsextremismus, es stimme etwas nicht, „wenn die Kampagnen in unserer Kirche nur mit staatlicher Förderung laufen“.

Unterstützung von Katrin Göring-Eckardt

Das Engagement dürfe nicht in dem Moment aufhören, in dem es keine staatlichen Gelder mehr gebe. Der Kampf gegen den Rechtsextremismus dürfe nicht nur davon abhängig gemacht werden, ob man Geld dafür bekomme.

Unterstützung bekam der Bischof laut einem Bericht auf der Internetseite des Kirchentages auch von der frisch gewählten Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt.

Die Grünen-Politikerin forderte von den Bürgern mehr politisches Engagement gegen „Rechts“. „Da ist nicht Schweigen angesagt, da ist Sprechen angesagt“, sagte Göring-Eckardt. Die Bundestags-Vizepräsidentin rief dazu auf, Rechtsextremismus auch mit Humor und Kreativität zu bekämpfen. Man müsse mit humorvollen Mitteln zeigen, wie unsinnig die Ansichten von „Rechten“ eigentlich seien.

Heye warnt vor Erstarken des Rechtsextremismus

Der frühere Regierungssprecher und Vorsitzende des Vereins „Gesicht zeigen“, Uwe-Karsten Heye, warnte bei der Veranstaltung angesichts der Wirtschaftkrise vor einem Erstarken des Rechtsextremismus.

Wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergehe, wachse in der Gesellschaft die Bereitschaft, sich einfachen Antworten zu unterwerfen. Vor allem in ländlichen Gegenden, so Heye, sei die NPD oftmals die letzte Sozialstation. (krk)

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