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Hohenschönhausen
 

Holzapfel bricht Stasi-Haft-Aktion vorzeitig ab

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Carl-Wolfgang Holzapfel in der Zelle 207 im ehemaligen Stasigefängnis Hohenschönhausen Foto: JF

BERLIN. Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni, Carl-Wolfgang Holzapfel, hat seine Kunstaktion „24/7 Stasi-Live-Haft“ vorzeitig beendet. Er habe die Situation nicht mehr ausgehalten, sagte das frühere Stasi-Opfer:

„Ich fühlte mich psychisch nicht mehr in der Lage, diese Aktion weiter fortzusetzen und bitte dafür um Verständnis. Die Zeit in der Zelle hat mir noch einmal vor Augen geführt, welchen psychisch unerträglichen Belastungen Häftlinge ausgeliefert waren.“

Beendigung aus emotionalen Gründen

Das Schicksal der politischen Gefangenen sei in der Gesellschaft noch nicht angekommen, hatte Holzapfel die Aktion am Freitag begründet. Aus „emotionalen Gründen“ brach er das Projekt nun am Sonnabend Nachmittag ab.

Der heute 65jährige war 1966 in der DDR zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden und hatte unter anderem in Hohenschönhausen und in Bautzen eingesessen, bevor er von der Bundesrepublik freigekauft wurde. (krk)

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