CDU bleibt trotz Verlusten stärkste Kraft in NRW

DÜSSELDORF. Trotz hoher Verluste bleibt die CDU weiterhin stärkste politische Kraft in Nordrhein-Westfalen. Landesweit kam die Union bei den Kommunalwahlen am Sonntag auf  38,6 Prozent der Stimmen. Das sind 4,8 Punkte weniger als vor fünf Jahren. Die SPD erzielte mit 29,4 Prozent (minus 2,3 Prozentpunkte) ihr schlechtestes Ergebnis.

Die Grünen verbesserten sich landesweit auf 12 Prozent, die FDP kam auf 9,2 Prozent. 6,4 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen insgesamt auf die unter „Sonstige“ zusammengefaßten  Parteien und Wählervereinigungen. Die Linkspartei, die zum ersten Mal flächendeckend im größten Bundesland angetreten ist, kam auf 4,4 Prozent.

Die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro NRW erzielte bei der Ratswahl in ihrer Hochburg Köln 5,4 Prozent und errang damit fünf Mandate. In Leverkusen kam sie auf 4 Prozent (3 Mandate), je ein Mandat erzielte Pro NRW in Bonn, im Oberbergischen Kreis sowie im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Erfolge kleiner Parteien

Mit je 3 Sitzen ist Pro NRW in Bergheim und Gelsenkirchen vertreten, je 2 Abgeordnete kann die Gruppierung in die Vertretungen von Dormagen und Radevormwald entsenden. Die DVU erzielte 1,5 Prozent in Dortmund und stellt dort künftig ein Ratsmitglied.

In den Universitätsstädten Aachen und Münster errang die Piratenpartei je ein Mandat im Kommunalparlament. Mit zwei Abgeordneten wird künftig das Bündnis für Frieden und Fairneß im Rat der Stadt Bonn vertreten sein. Die Ende Juni auf Initiative des „Rates der Muslime in Bonn“ ins Leben gerufene Gruppierung bekam 2,1 Prozent der Stimmen.

Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Köln hat sich der SPD-Kandidat Jürgen Roters mit 55 Prozent klar gegen seinen Konkurrenten Peter Kurth von der CDU  durchgesetzt, der auf 34,5 Prozent der Stimmen kam. (vo)

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