Atheisten fordern eigenen Feiertag

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Charles Darwin (1809 bis 1882): Bald Pate für einen neuen Feiertag? Foto: Wikipedia

MASTERSHAUSEN. Vor dem Hintergrund des 200. Geburtstages von Charles Darwin, Schöpfer der Evolutionstheorie, fordert die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) einen „Evolutionstag“ als Feiertag. Er solle den Feiertag Christi Himmelfahrt ersetzen. Eine Kampagne mit diesem Ziel begann die Stiftung am Aschermittwoch.

Da man nicht darauf zählen könne, daß in den gesetzgebenden Bundesländern der „Evolutionstag“ als zusätzlicher Feiertag eingeführt werde, biete sich die Umbenennung eines bestehenden christlichen Feiertages an, heißt es in dem Text einer Petition an den Bundesrat, die die Stiftung zu diesem Zwecke angestrengt hat.

„Ein Drittel der Deutschen sind Atheisten”

Christi Himmelfahrt sei als bundeseinheitlicher Feiertag auch deswegen gut geeignet, weil er von vielen Familien zu Ausflügen in die Natur genutzt würde. „Angemessener kann ein ‘Evolutionstag’ kaum begangen werden!“, sagte gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon.

Nach Ansicht der Stiftung mit Sitz in Mastershausen sind ein Drittel der Deutschen Atheisten. Auf diese sollte „aus Fairneßgründen“ auch ein Drittel der gesetzlichen Feiertage ausgerichtet sein. „Die Umbenennung von ‘Christi Himmelfahrt’ in ‘Evolutionstag’ wäre ein erstes Anzeichen dafür, daß dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten“, schreibt Schmidt-Salomon im Petitionstext. (ru)

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