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Weiter Streit um christlichen Jugendkongreß

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Sorgt für Streit zwischen Politik und Kirche: Der Jugendkongreß Christival

BERLIN. Der Streit um den Jugendkongreß Christival geht weiter: Während erstmals eine Freikirche das Treffen gegen die Angriffe der Grünen verteidigte, kommt neue Kritik aus der SPD-Bundestagsfraktion.

Begonnen hatte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, die Auseinandersetzung um das Christival. Dieser hatte gegen das inzwischen abgesagte Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ protestiert. Den Veranstaltern des Jugendkongresses warf Beck, selbst bekennender Schwuler, vor, mit Gruppen zusammenzuarbeiten, die durch „Pseudo-Therapien“ versuchten, Homosexuelle zu „heilen“. Solche Methoden seien für ihn „gefährliche Scharlatanerie“.

Nach Ansicht des Präses des 36.000 Mitglieder zählenden Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting, dürfe so eine Verunglimpfung nicht hingenommen werden. Sie berücksichtige nicht das breite Spektrum wissenschaftlicher Ergebnisse. Es müsse gewährleistet sein, daß Menschen bei einer möglichen Veränderung ihrer sexuellen Orientierung Hilfe erfahren, ohne dafür angegriffen zu werden, schreibt Hörsting in einer Stellungnahme in der Zeitschrift seiner Freikirche, Christsein Heute.

Außerdem müsse es weiter erlaubt sein, bei praktizierter Homosexualität von Sünde zu reden, ohne mit Begriffen wie „Fundamentalismus“ und Homosexuellenfeindlichkeit“ belegt zu werden. Christen müßten in der Ethik klare Signale geben, so Hörsting.

„Homosexualität als therapierbar darzustellen, ist gefährlich“

Kritik an dem christlichen Kongreß kommt dagegen mittlerweile auch von der Vorsitzenden des Familienausschusses im Bundestag, Kerstin Griese (SPD). Auf der Internetplattform abgeordnetenwatch.de sprach sich Griese dagegen aus, Homosexualität als therapierbar und damit als physische oder psychische Krankheit darzustellen.

Dies entspreche in keiner Weise ihrer Auffassung von „Gleichberechtigung und Toleranz“, und sie halte so etwas für nicht „vertretbar und sogar gefährlich“. Zudem habe sie Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) abgeraten, die Schirmherrschaft für das Christival zu übernehmen. Als Mitglied der SPD-Fraktion sei sie aber nicht für das Handeln des Ministeriums verantwortlich. Ebensowenig habe die SPD Einfluß auf die Entscheidung gehabt, das Christival mit 250.000 Euro finanziell zu fördern.

Das Ministerium hatte die Förderung damit begründet, daß das Christival Jugendliche über Konfessionsgrenzen hinweg zusammenführe und „viele gute Anstöße für die Jugendarbeit, für Glauben, Werte und Engagement“ gebe. (idea/JF)

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