Österreich: Schulabschluß auf türkisch

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Grete Laska, Vizebürgermeisterin von Wien Foto: SPÖ

WIEN. Türkische Jugendliche könnten schon bald in der österreichischen Hauptstadt ihre Matura – entspricht etwa dem bundesdeutschen Abitur – in ihrer Muttersprache ablegen.

Dies fordert Wiens Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska (SPÖ). Erst vergangenen Monat wurde unter ihrer Aufsicht die erste Matura Österreichs abgelegt, in der die Schüler statt Französisch oder Latein Türkisch als zweite Fremdsprache wählen konnten.

Nun strebt Laska an, Deutsch als erste Fremdsprache einzuführen. „Das gibt es mit anderen Sprachen seit Jahrzehnten. Es ist außerdem sinnvoll, weil wir bereits in der Volksschule bilinguale und multilinguale Sprachmöglichkeiten haben“, sagte Laska gegenüber der Presse.

So sollen in städtischen Kindergärten verstärkt Einwanderer als Erzieher eingestellt werden, um ausländischen Kindern bei Sprachproblemen zu helfen. „Nur wer in seiner Muttersprache gefestigt ist, hat auch die Voraussetzungen gut Deutsch zu lernen.“

Vorwürfe der FPÖ, durch solche Maßnahmen diese Sprachbarrieren überhaupt erst zu fördern, nannte Laska „Propaganda“.

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