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CDU-Politiker Wimmer fordert Abzug aus Afghanistan

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer Foto: Bundestag

BERLIN. Der CDU-Verteidigungsexperte Willy Wimmer hat den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert. Dieser sei  „überfällig“, schreibt er in einem Beitrag für den Stern: „Es ist nicht unser Krieg.“

Wimmer hält das Argument, in Afghanistan werde der internationale Terrorismus bekämpft, nur noch für vorgeschoben. „Was ist mit Osama bin Laden? Wird er tatsächlich gejagt? Ist er je gejagt worden? Oder stimmt der Eindruck, hier werde jemand der Welt wie Sauerbier angeboten?“ schreibt der CDU-Politiker weiter, der sogar für einen einseitigen Rückzug des deutschen Kontingents plädiert.

„Bis zum Hals sind wir im afghanischen Schlamm versunken“

Das Mandat der Vereinten Nationen, auf dessen Grundlage die Bundeswehr in Afghanistan sei, tauge nicht mehr. „Bis zum Hals sind wir im afghanischen Schlamm versunken. Es wird große Mühe kosten, dort wieder herauszukommen“, so Wimmer im Stern.

Der ehemalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium ist neben Peter Gauweiler (CSU) einer der wenigen Bundestagsabgeordneten der Union, die sich für ein Ende des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan aussprechen. Bislang hatte vor allem die Linkspartei den Rückzug der deutschen Truppen gefordert.

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