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Anja Arndt, AfD

Oxford-Untersuchung: So gut wie jede Studie aus der Sozialwissenschaft ist links

Oxford-Untersuchung: So gut wie jede Studie aus der Sozialwissenschaft ist links

Oxford-Untersuchung: So gut wie jede Studie aus der Sozialwissenschaft ist links

20.09.2021, Niederlande, Utrecht: Ein Radweg in den Farben eines Regenbogens führt durch den Science Park Utrecht. Der über 570 Meter lange bunte Radweg wurde im Juni 2021 eingeweiht. Foto: Hauke-Christian Dittrich. 90 Prozrnt der politisch relevanten Studien sind links.
20.09.2021, Niederlande, Utrecht: Ein Radweg in den Farben eines Regenbogens führt durch den Science Park Utrecht. Der über 570 Meter lange bunte Radweg wurde im Juni 2021 eingeweiht. Foto: Hauke-Christian Dittrich. 90 Prozrnt der politisch relevanten Studien sind links.
Ein Regenbogen-Radweg führt durch den Science Park Utrecht: Manzi untersuchte die Studien mit KI. Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich | Hauke-Christian Dittrich
Oxford-Untersuchung
 

So gut wie jede Studie aus der Sozialwissenschaft ist links

Besonders in identitätsbezogenen Forschungen stehen Studien überwiegend weit links von der politischen Mitte. Laut einer neuen Untersuchung eines Oxford-Doktoranden leidet darunter die interne wissenschaftliche Vielfalt.
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OXFORD. Der Doktorand der Soziologie an der University of Oxford, James Manzi, hat herausgefunden, dass 90 Prozent aller politisch relevanten Studien aus den Sozialwissenschaften weltanschaulich links sind. Besonders seit 1990 seien die Forschungen deutlich nach links gerutscht, erklärt der Wissenschaftler in seinem Aufsatz „The ideological orientation of academic social science research 1960–2024“.

Vor allem kultur- und identitätsbezogene Disziplinen, etwa Gender Studies oder Soziologie, seien durchgehend und stärker als andere Bereiche nach links gewandert. Dabei stellte Manzi fest, dass die interne ideologische Vielfalt umso geringer sei, je linker eine Disziplin sei.

Hingegen gab es bei politischen Disziplinen, etwa Ökonomie oder Politikwissenschaft, zwischen 1970 und 1990 einen leichten Schwenk nach rechts, bevor auch dieser Bereich wieder nach links rutschte – wenn auch nicht so stark. Dadurch vergrößerte sich der Abstand besonders zwischen dem soziokulturellen und dem ökonomischen Bereich. Insgesamt lagen aber alle Disziplinen links der Mitte.

Über 600.000 Studien analysiert

Der Oxford-Wissenschaftler analysierte etwa 600.000 Zusammenfassungen von Studien mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI), die zwischen 1960 und 2024 erschienen waren. Rund 30 Prozent von ihnen ordnete er als politisch relevant ein.

Mithilfe der KI ordnete der Doktorand die Studien auf einer Skala von null für ganz rechts bis zehn für ganz links ein. Dafür nutzte Manzi zeitgenössische US-amerikanische Ankerpunkte wie etwa die politischen Positionen von Joe Biden, Elizabeth Warren und der Heritage Foundation.


In bis zu 57 Prozent der Fälle sei der Linksruck in der Wissenschaft durch Veränderungen in der disziplinären Zusammensetzung zu erklären – also neue Forscher und neue Teilfelder, deren Arbeiten unter der festen 2025er-Bewertungsskala deutlich weiter links eingeordnet würden. Währenddessen gingen bis zu 20 Prozent auf Meinungsänderungen einzelner Forscher im Laufe ihrer Karriere zurück. (mas)

Ein Regenbogen-Radweg führt durch den Science Park Utrecht: Manzi untersuchte die Studien mit KI. Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich | Hauke-Christian Dittrich
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