WASHINGTON D.C. US-Justizministerin Pam Bondi hat angekündigt, eine Reihe von Dokumenten im Fall Jeffrey Epstein zu prüfen. Diese könnten unter anderem eine Liste mit Namen seiner mutmaßlichen Kunden enthalten.
Bondi, die seit ihrer Bestätigung als Justizministerin mit dem Fall befaßt ist, sagte, sie sei kurz nach Amtsantritt über die Unterlagen informiert worden. „Es liegt jetzt auf meinem Schreibtisch zur Prüfung; das ist eine Anweisung von Präsident Trump.“ Ob die Liste mit Namen von Epsteins Kunden veröffentlicht werde, ließ Bondi offen. Auf die Frage, ob sie bereits besonders brisante Informationen entdeckt habe, sagte sie: „Noch nicht.“
Wie starb Jeffrey Epstein?
Epstein, ein wegen Sexualverbrechen verurteilter Geschäftsmann, hatte zahlreiche hochrangige Kontakte, darunter Ex-Präsident Bill Clinton, Prinz Andrew, Schauspieler Kevin Spacey und der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak. Im Januar 2024 wurden im Rahmen eines Prozesses gegen seine langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell Gerichtsdokumente freigegeben, die Namen von mehr als 170 Personen enthielten, die mit Epstein in Verbindung gebracht wurden.
Epstein wurde 2008 wegen Anwerbung zur Prostitution und Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt. Der damalige Deal mit der Justiz schützte ihn vor weiteren Bundesanklagen, obwohl ihm vorgeworfen wurde, zahlreiche Frauen, darunter Minderjährige, sexuell mißbraucht zu haben. 2019 wurde er erneut wegen Menschenhandels angeklagt, doch bevor es zum Prozeß kam, wurde er tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Offiziell wurde sein Tod als Suizid eingestuft. (rr)