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EU-Sanktion gegen Rußland: Ungarn kündigt Veto gegen Öl-Embargo an

EU-Sanktion gegen Rußland: Ungarn kündigt Veto gegen Öl-Embargo an

EU-Sanktion gegen Rußland: Ungarn kündigt Veto gegen Öl-Embargo an

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó: „Wir werden nicht zulassen, daß das ungarische Volk den Preis für den Krieg zahlt“
Ungarns Außenminister Péter Szijjártó: „Wir werden nicht zulassen, daß das ungarische Volk den Preis für den Krieg zahlt“
Ungarns Außenminister Péter Szijjártó: „Wir werden nicht zulassen, daß das ungarische Volk den Preis für den Krieg zahlt“ Foto: picture alliance / Erkin Keci / AA
EU-Sanktion gegen Rußland
 

Ungarn kündigt Veto gegen Öl-Embargo an

BUDAPEST. Ungarn hat angekündigt, das von der EU geplante Embargo gegen russische Erdöl-Importe mit einem Veto zu blockieren. Das Land werde nicht für das Sanktionspaket stimmen, da dieses die sichere und stabile Energieversorgung Ungarns zerstören und es unmöglich machen werde, das für die Wirtschaft benötigte Öl zu beziehen, teilte Außenminister Péter Szijjártó mit.

Das Vorhaben komme dem Abwurf einer Atombombe auf die ungarische Wirtschaft gleich. Die Maßnahme bedeute für das Land Benzinpreise in Höhe von 700 Forint (rund 1,83 Euro) und eine Verteuerung des Dieselkraftstoffs auf 800 Forint (rund 2,10 Euro). „Wir werden nicht zulassen, daß das ungarische Volk den Preis für den Krieg zahlt“, betonte Szijjártó.

Orbán: Ungarn braucht fünf Jahre für die Umstellung

Auch Ministerpräsident Viktor Orbán hatte vergangene Woche schon von einer drohenden Atombombe für die ungarische Wirtschaft gesprochen. Sein Land brauche etwa fünf Jahre, um auf russische Ölimporte verzichten zu können. Eine Alternative wäre eine Versorgung über die Adria-Pipline aus Kroatien.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte unterdessen an, nach Budapest zu reisen. Dort wolle sie mit Orbán über die Versorgungssicherheit in Ungarn sprechen. (zit)

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó: „Wir werden nicht zulassen, daß das ungarische Volk den Preis für den Krieg zahlt“ Foto: picture alliance / Erkin Keci / AA
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