Polizisten in New York befragen farbige Verdächtige: Schnell werden Vorwürfe wegen angeblicher Polizeigewalt laut (Archivbild) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | G. Ronald Lopez
Polizisten in New York befragen farbige Verdächtige: Schnell werden Vorwürfe wegen angeblicher Polizeigewalt laut (Archivbild) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | G. Ronald Lopez

Kriminalitätsstatistik der USA
 

Der verzerrte Blick auf die angebliche Polizeigewalt

Jüngst wurde die „Black Lives Matter“-Bewegung (BLM) mit dem Olof-Palme-Preis, benannt nach dem früheren schwedischen Ministerpräsidenten, ausgezeichnet. Diesen erhalten Personen oder Organisationen, die sich für die Völkerverständigung und den Frieden einsetzen. Gleichzeitig wurde bekannt, daß die Bewegung auch für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert wurde.

Das ist erstaunlich, denn BLM hatte sich im vergangenen Jahr alles andere als friedlich gezeigt. Im Mai 2020 war der Kriminelle George Floyd bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. In der Folge ereigneten sich in zahlreichen US-Städten Ausschreitungen, bei denen etwa 20 Menschen ums Leben kamen und ein Sachschaden in Milliardenhöhe entstand. In vielen weiteren westlichen Ländern wurden Statuen, die an die Kolonialvergangenheit erinnerten, wortwörtlich vom Sockel gestoßen.

Wenig beruhigend, daß die Medien die vielen niedergebrannten Häuser als Resultat „größtenteils friedlicher“ Proteste sahen. Menschen, die die Ausschreitungen oder Floyds Vorstrafenregister kritisierten, verloren reihenweise ihren Job.

„Black Lives Matter“ verdient den Nobelpreis nicht

Tatsächlich hat das ständige Beschwören des „bösen, weißen Mannes“ Konsequenzen. Seit der BLM-Gründung 2013 ereigneten sich in den USA insgesamt 17 Morde durch anti-weiße Rassisten. Daß bei vielen der Protestkundgebungen auch antisemitische Parolen skandiert wurden, sollte zusätzlich beunruhigen. Denn im vergangenen Jahr wurden vier Juden durch schwarze Fanatiker ermordet.

Die Organisation ist also kaum nobelpreiswürdig. Aber wie steht es um die oft geäußerte These, die US-Polizei sei rassistisch?

Diese Frage läßt sich leicht beantworten. Denn zeitgleich zu den genannten Meldungen wurden die abschließenden Zahlen für das Jahr 2020 in der Datenbank der Washington Post zu tödlichen Polizeieinsätzen veröffentlicht. Seit 2015 listet die Zeitung alle Menschen auf, die von den Sicherheitskräften erschossen wurden.

Mehrheit der Opfer war bewaffnet

Und so zeigt sich, daß tatsächlich 1.421 Schwarze von Polizisten im Einsatz erschossen wurden – auf der anderen Seite jedoch 2.727 Weiße. Zwar werden Schwarze in relativen Zahlen häufiger erschossen als Weiße, doch liegt das daran, daß sie häufiger kriminell sind. Lediglich acht erschossene Schwarze waren unbescholtene Bürger. Aus genau dem gleichen Grund werden Asiaten übrigens deutlich seltener erschossen als Weiße.

In den Medien werden jedoch meist Fälle präsentiert, in denen unbewaffnete Schwarze ums Leben kommen. Unter den knapp 6.000 erschossenen Personen trugen jedoch etwa 3.500 eine Schußwaffe und etwa 900 ein Messer bei sich. Auch unbewaffnete Personen hatten die Polizisten zuvor oftmals mit bloßen Händen angegriffen.

Auf genau die gleiche Weise wie George Floyd starb auch Tony Timpa. Ein Polizist hatte sich auf seinen Hals gekniet um ihn zu fixieren. Timpas Tod im Jahr 2019 sorgte aber nicht für Unruhen im ganzen Land – er war weiß.

Polizisten in New York befragen farbige Verdächtige: Schnell werden Vorwürfe wegen angeblicher Polizeigewalt laut (Archivbild) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | G. Ronald Lopez
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