Griechische Polizei
Griechische Polizisten bewachen ein Flüchtlingslager (Symbolbild) Foto: picture alliance / NurPhoto
Griechenland

Randale in Flüchtlingslager: Polizei setzt Tränengas ein

ATHEN. Die griechische Polizei hat die Unruhen in einem Flüchtlingslager auf der Insel Chios am Wochenende mit dem Einsatz von Tränengas unter Kontrolle gebracht. Die Ausschreitungen waren ausgebrochen, nachdem eine Irakerin nach einer Infektion in einem Krankenhaus gestorben war, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Die Frau sei jedoch nicht an dem Corona-Virus verstorben, betonten die Ärzte. Dennoch warfen aufgebrachte Asylbewerber den Behörden vor, sich nicht ausreichend um die kranke Frau gekümmert zu haben. Überwiegend junge Migranten griffen demnach Polizisten mit Steinen an und legten Feuer in dem Registrierungslager. Die anrückende Feuerwehr sei von der Menge zunächst am Löschen gehindert worden.

Über 39.000 Migranten warten auf den Inseln

Die Polizei habe die Lage am Sonntagmorgen wieder beruhigen können. Das Lager auf der Ägäis-Insel sei überfüllt. Um eine Ausbreitung des Corona-Virus in Griechenland zu vermeiden, stehen die Flüchtlingslager unter Quarantäne.

In den ersten drei Monaten des Jahres brachte die griechische Regierung über 10.000 Migranten von den Inseln aufs Festland. Schon bald sollen 2.380 Kranke und Alte folgen. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos halten sich im Moment über 39.000 Asylbewerber auf. (ag)

Griechische Polizisten bewachen ein Flüchtlingslager (Symbolbild) Foto: picture alliance / NurPhoto

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