Schweden

Rostocker Diakon wegen Menschenschmuggels verurteilt

STOCKHOLM. Der Rostocker Diakon Arne Bölt ist in Schweden wegen Menschenschmuggels zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof lehnte eine Berufung ab. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Der Geistliche muß 6.500 Euro zahlen, weil er syrische Flüchtlinge vor zwei Jahren illegal in das skandinavische Land brachte, meldet die Nachrichtenagentur epd.

Bölt zeigte sich empört über den Richterspruch. „Das Urteil ist ein Schlag gegen alle Menschen, die Geflüchteten helfen. Wir haben ein Grundrecht auf Asyl, ein Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit und dann werden Menschen verurteilt, die Menschen auf der Flucht helfen“, äußerte er in einer Stellungnahme auf der Homepage des Vereins „Rostock hilft“.

Verein kündigt Proteste an

Es sei nicht hinnehmbar, daß gegen Flüchtlingshelfer vorgegangen werde. Die Menschen wünschten sich „ein Europa der Solidarität und Menschenrechte, kein Europa der Abschottung“, betonte der Diakon.

„Rostock hilft“ kündigte Proteste gegen das Urteil an und rief zu Spenden für ihr Mitglied auf. „Wir alle haben Menschen geholfen, nach Schweden zu kommen. Das Urteil ist ein Urteil gegen uns alle“, sagte die Sprecherin des Vereins, Ronja Thiede. (ag)

Mitarbeiter des Vereins „Rostock hilft“ versorgen Flüchtlinge (Archivbild). Ein Mitglied wurde in Schweden wegen Menschenschmuggels verurteilt Foto: (c) dpa

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